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Lexikon

 

Von „Absicherung“ bis „Zwischengewinn“. Wir haben für Sie die wichtigsten Begriffe des Investmentgeschäfts zusammengestellt. Viel Spaß beim Studieren unseres Investment-Lexikons. Haben Sie einen Begriff nicht gefunden, nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf. Wir informieren Sie gerne.

 

Absicherung
Die Kurse der Aktien, Renten und Devisen unterliegen Schwankungen, die mit Hilfe von modernen Finanzinstrumenten (Futures, Optionen, Swaps) im Fondsvermögen abgesichert werden können.

ad-hoc-Publizität
Verpflichtung eines Unternehmens, dessen Wertpapiere im amtlichen Handel oder geregelten Markt an einer Wertpapierbörse gehandelt werden, der Öffentlichkeit nicht bekannte kursrelevante Tatsachen unverzüglich mitzuteilen.

Aktie
Wertpapier, das dem Eigentümer ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft verbrieft.

Aktienanalyse
Die Aktienanalyse ist ein Verfahren zur Bewertung der Ertragskraft eines Unternehmens bzw. der Kurschancen der entsprechenden Aktie. Sie dient
als Entscheidungsgrundlage für den Kauf bzw. Verkauf von Aktien.

Aktienfonds
Sondervermögen (siehe Investmentfonds), das je nach Vertragsbedingungen vollständig oder überwiegend in Aktien investiert ist

Aktienlaufzeitfonds
Aktienfonds mit begrenzter Laufzeit (siehe Laufzeitfonds). Nach der festgelegten Laufzeit wird der Fonds aufgelöst und das Fondsvermögen den Anteilinhabern zurückgezahlt.

Aktienmarkt
Allgemeine Bezeichnung für sämtliche Organisationsformen des Aktienhandels. Der Aktienhandel findet börslich (Parketthandel) oder außerbörslich (Telefonhandel und Xetra-Handel) statt. Der Aktienmarkt in Deutschland unterscheidet den amtlichen Handel, geregelten Markt, den Freiverkehr sowie seit Anfang 1997 den Neuen Markt.

Altersvorsorge-Sondervermögen (AS)
Zielfonds zum Zwecke der individuellen Altersvorsorge. AS-Fonds haben überwiegend in Substanzwerte (Aktien, Immobilien) zu investieren. Erträge müssen thesauriert werden.

Anlagepolitik
Die Anlagepolitik dient der Realisierung der Anlageziele. Zum Instrumentarium gehören z.B. die Auswahl der Wertpapiere, die Festlegung der Kauf- und Verkaufszeitpunkte und die Steuerung der Barreserve. Die Anlagepolitik deutscher Fonds muss sich im Rahmen gesetzlicher und vertragsmäßiger Vorschriften bewegen.

Anlagerendite
Gesamter prozentualer Wertzuwachs eines Anlagefonds während eines bestimmten Zeitraums. Dieser setzt sich aus den Ausschüttungen und den Kursgewinnen zusammen.

Anteilsklasse
Ein Zielfonds (z.B. YoungGeneration kann mehrere Anteilsklassen (z.B. P, L) haben. Diese unterscheiden sich vor allem in der Kombination der verschiedenen Kostenbestandteile.

Anteilwert
Der Anteilwert ist die Summe aller im Sondervermögen enthaltenen Gegenstände bezogen auf einen Anteilschein.

Asset Allocation
Die strategische Aufteilung des verfügbaren Kapitals auf verschiedene Anlageinstrumente: Aktien, Obligationen und Geldmarktinstrumente. Die Anlagen werden anschließend ggf. auf verschiedene Regionen und
Währungen aufgeteilt.

Ausgabeaufschlag
Die Differenz zwischen Ausgabepreis und Rücknahmepreis bezeichnet man
als Ausgabeaufschlag. Der Ausgabeaufschlag dient der Deckung der Vertriebskosten.

Ausgabepreis
Anteilwert + Ausgabeaufschlag des Fonds = Ausgabepreis. Im Gegensatz dazu der Rücknahmepreis.

Ausschüttende Fonds
Fonds, die am Geschäftsjahresende die dem Fonds zugeflossenen ordentlichen und evtl. auch außerordentlichen Erträge an die Anteilinhaber ausschütten (im Gegensatz zu thesaurierenden Fonds).

Ausschüttung
Bei einem ausschüttenden Investmentfonds werden ordentliche und ggf. außerordentliche Erträge (siehe Erträge) in der Regel einmal pro Jahr ausgeschüttet. Die Erträge werden bis zum Ausschüttungstag im Fondsvermögen angesammelt und erhöhen damit im Jahresverlauf den Anteilwert. Durch die erfolgte Ausschüttung vermindert sich der Anteilwert am Ausschüttungstag um exakt den Ausschüttungsbetrag.

Auszahlplan
siehe Entnahmeplan.

Baisse
Längere Zeit anhaltender, starker Kursrückgänge an der Börse. Gegensatz zu Hausse.

Benchmark
Vergleichsmaßstab für die Wertentwicklung eines Fonds (z.B. ein bestimmter Index).

Berichterstattung
Zur Information der Anleger wird regelmäßig zum Geschäftsjahresende des Investmentfonds ein Rechenschaftsbericht erstellt, der ausführlich über die Entwicklung des jeweiligen Wertpapiermarktes, die Ausschüttung, steuerrelevante Daten sowie die Anlagepolitik des jeweiligen Fonds informiert. Darüber hinaus erscheint jeweils zur Mitte des Geschäftsjahres für jeden Fonds ein Halbjahresbericht.

Beta-Faktor
Der Beta-Faktor gibt die durchschnittliche prozentuale Veränderung der Fondsrendite an, wenn der Markt (Benchmark) um 1% steigt oder fällt. Ein Wert über (unter) 1 bedeutet im Schnitt eine stärkere (schwächere) Bewegung des Fonds gegenüber der Benchmark.

Blue Chips
Gebräuchliche Bezeichnung für Aktien substanz- und ertragsstarker Unternehmen mit einer hohen Börsenkapitalisierung und entsprechend hohem Marktgewicht. In Deutschland sind die Blue Chips im Index DAX zusammengefasst.

Bond
Festverzinsliche Wertpapiere bzw. Rentenpapiere

Branchenfonds
Aktienfonds, die ausschließlich in Aktien einer bestimmten Branche investieren

Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred)
Alle deutschen Kapitalanlagegesellschaften unterliegen der Aufsicht durch das BAKred. Das BAKred überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften vornehmlich unter dem Aspekt des Anlegerschutzes.

Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungs-Gesellschaften e.V. (BVI )
Gegründet am 25. März 1970 in Frankfurt. Zweck ist die Förderung der Investmentidee und die Wahrung der Interessen seiner Mitglieder. Zu erreichen ist der BVI im Internet unter der Adresse www.bvi.de. Der BVI stellt u.a. auch zahlreiche Statistiken der Fondsgesellschaften zum Download zur Verfügung.

Cost-average-Effekt
Vorteilhafte Ausnutzung von Kursschwankungen durch den regelmäßigen Erwerb von Anteilen für einen gleich hohen Betrag (z.B. in einem monatlichen Sparplan). Bei niedrigen Anteilpreisen werden somit mehr, bei hohen Anteilpreisen weniger Anteile erworben. Hierdurch verringert sich der Durchschnittspreis gegenüber dem Kauf einer gleichbleibenden Zahl von Anteilen.Crash
Starker Kurseinbruch an den Wertpapiermärkten.

Dachfonds
Fonds, deren Vermögen wiederum in andere Investmentfonds angelegt wird. Dadurch wird eine noch breitere Streuung und ein niedrigeres Schwankungsrisiko als bei „normalen“ Fonds erreicht.

DAX
Abkürzung für Deutscher Aktienindex. Wird aus den 30 repräsentativen Aktienwerten berechnet und gilt als Indikator für die Kursentwicklung des gesamten deutschen Aktienmarktes.

Depotbank
Nach dem deutschen Investmentrecht (KAGG) müssen die Sondervermögen einer deutschen Kapitalanlagegesellschaft von einer Depotbank verwahrt werden. Zu den Aufgaben der Depotbank gehören neben der Verwahrung die Ausgabe und Rücknahme von Fondsanteilen, die Berechnung der Anteilpreise sowie die Durchführung von Ertragsausschüttungen.

Depotbankvergütung
Die Depotbank erhält für ihre Tätigkeit die banküblichen Depotgebühren sowie eine Vergütung, die sich nach Maßgabe der Vertragsbedingungen ergibt.

Derivate-Fonds
(Future Fonds, Hedge-Fonds) Fonds, die schwerpunktmäßig Terminmarkt- instrumente in Futures, Optionen, Swaps oder anderen Derivaten investiert sind. Neben den Finanzderivaten sind auch Warentermingeschäfte möglich. Je nach Ausrichtung sind sowohl spekulative als auch risikomindernde Varianten denkbar.

Diskontsatz
Zinssatz, zu dem die Bundesbank Wechsel von den Banken kauft.

Diversifikation
Diversifikation bedeutet im Bereich der Kapitalanlage die Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageformen bzw. -werte. Ziel ist ein Portfolio mit einer möglichst hohen Rendite bei gleichzeitig möglichst geringem Risiko. Mit einem Investmentfonds ist es sehr bequem möglich, das Risiko auf mehrere Unternehmen, Branchen und Länder sowie Anlageinstrumente zu verteilen.

Duration
Durchschnittliche Bindungsdauer des in einem Wertpapier oder Wertpapiervermögen angelegten Kapitals. Durch zwischenzeitliche Zinszahlungen auf das angelegte Kapital ist die Duration kürzer als die Restlaufzeit der Titel.

Einzahlplan (=Sparplan)
Regelmäßige, meist zielgerichtete Anlage eines gleichbleibenden oder dynamisierten Betrages auf ein Investmentdepot; Ausnutzung des Cost-average-Effektes.

Emerging Markets
Sammelbegriff für Referenzstaaten in Mittel -und Osteuropa, Südamerika sowie Süd- und Ostasien.

Entnahmeplan (=Auszahlplan)
Der Entnahmeplan ist eine Vereinbarung zwischen Anleger und der Kapitalanlagegesellschaft über regelmäßige Auszahlungen aus einem Investmentdepot. Höhe und Zeitabstand der Auszahlungen bestimmt der Anleger individuell.

Erträge
Zu den ordentlichen Erträgen zählen Zins- und Dividendeneinnahmen. Diese unterliegen vollständig der Steuerpflicht. Unter außerordentlichen Erträgen versteht man Veräußerungs-(Kurs)-Gewinne sowie Bezugsrechterlöse, die dem Privatanleger i.d.R. steuerfrei zufließen.

Fed Rate
Repräsentativer Geldmarktzinssatz in den USA; die US-amerikanische Notenbank (kurz: Fed) kontrolliert diesen Satz und steuert mit diesem die Liquidität, in etwa vergleichbar mit dem Diskontsatz in Deutschland.

Festverzinsliche Wertpapiere
Wertpapiere mit einer feststehenden gleichbleibenden Verzinsung (Nominalverzinsung). Der Anleger gewährt dem Emittenten quasi ein Darlehen in Höhe des Nennwertes und hat Anspruch auf eine feste nominale Verzinsung sowie Rückzahlung zu 100% zum Laufzeit-Ende.

Fonds
Kurzbezeichnung für die von einer Kapitalanlagegesellschaft verwalteten Sondervermögen, die in Wertpapieren oder Immobilien angelegt sind.

Fondsmanagement
Gremium, das Anlageentscheidungen für den jeweiligen Investmentfonds trifft.

Fondsvermögen
Das Fondsvermögen umfasst den Gesamtwert aller Vermögensgegenstände des Sondervermögens. Das Fondsvermögen eines Wertpapierfonds besteht aus Aktien und/oder festverzinslichen Wertpapieren, einer Barreserve sowie sonstigen Vermögenswerten (beispielsweise Optionsrechten).

Garantiefonds
Fonds, die i.d.R. am Ende der festgesetzten Laufzeit entweder die Rückzahlung des eingezahlten Kapitals oder eines bestimmten Prozentsatzes davon (z.B. 95%) versprechen. Die Garantie wird erfüllt, indem das Kursrisiko von Aktienmärkten durch entsprechende Options- bzw. Absicherungsstrategien begrenzt wird.

Geldmarktfonds
Entsprechend seinen Anlagegrundsätzen kann ein Geldmarktfonds seine Mittel zu 100% in Geldmarktinstrumenten investieren. Dies sind insbesondere verzinsliche Wertpapiere – beispielsweise Anleihen, unverzinsliche Schatzan- weisungen, Einlagenzertifikate von Kreditinstituten – und Schuldscheindarlehen sowie Bankguthaben. Die für den Fonds erworbenen Bankguthaben und Geldmarktinstrumente dürfen maximal eine (Rest-) Laufzeit von 12 Monaten haben.

Gemischter Fonds
Fonds, die gemäß ihren Anlagebedingungen sowohl in Aktien als auch in festverzinslichen Wertpapieren investieren. Je nach Ausrichtung sind Höchst- und/oder Mindestgrenzen für den Aktienanteil festgelegt. Das Chance-/ Risiko-Profil eines solchen Fonds liegt zwischen einem Aktien- und einem Rentenfonds.

Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG)
Gesetzliche Grundlage für die Kapitalanlage in deutschen Investmentfonds. Das Gesetz umfasst z.B. Anlagebestimmungen und Anlagegrenzen, Erwerbs- und Veräußerungsvorschriften, Depotbankbestimmungen, Publizitäts- vorschriften, steuerrechtliche Vorschriften sowie Maßnahmen zum Anlegerschutz.

Growth-Ansatz
Der Growth-Manager erwartet überdurchschnittliche Renditen von Gesell- schaften mit hohen Gewinnerwartungen und solider Geschäftsentwicklung.
Er geht davon aus, dass der Markt das außerordentliche Wachstum der Growth-Stocks auch in Zukunft prämieren wird. Ein typischer Fonds dafür ist der Neuer Markt P. Die überdurchschnittliche Gewinnentwicklung von Growth- Aktien kann an einer hohen prozentualen Veränderung von historischen Gewinnen sowie kurz- und langfristigen Analysten-Schätzungen abgelesen werden.

Hausse
Länger anhaltende, starke Kurssteigerungen an der Börse. Gegensatz zu Baisse.

Hedge Fund
Investmentfonds, der durch häufiges Umschichten seiner Anlagen, vor allem durch spekulative Operationen wie Termingeschäfte, Leerverkäufe und Kreditaufnahmen, versucht, rasche Gewinne zu erzielen. In Deutschland sind Hedge Funds nicht zugelassen.

Index
Errechneter Durchschnitt der Kurse am Aktienmarkt. Das bekannteste Marktbarometer am deutschen Aktienmarkt, der DAX-Index, spiegelt die Kursentwicklung der 30 umsatzstärksten deutschen Aktientitel wider.

Indexfonds
Fonds, die die Zusammensetzung eines bestimmten, i.d.R. repräsentativen Indizes vollständig oder in hoher Übereinstimmung nachbilden. Die Performance des Fonds sollte die Entwicklung des Indizes widerspiegeln.

Investmentanteile
Recheneinheit für die Bemessung des Anteils eines Anlegers am Fondsvermögen eines Investmentfonds.

Investmentfonds
Ein von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltetes und von einer Depotbank verwahrtes, nach dem Grundsatz der Risikostreuung investiertes Sondervermögen.

Jahresbericht
siehe Rechenschaftsbericht.

Jensen-Alpha
Das „Jensen Alpha“ misst die risikoadjustierte (in Form von Beta) Überrendite des Fonds gegenüber dem Marktindex (Referenzindex; Benchmark). Die Kennzahl wird auf Basis der monatlichen Fondsrenditen berechnet. Ein positiver Wert deutet auf einen Mehrwert durch das Management hin.

Kapitalanlagegesellschaft (KAG)
Unternehmen, deren Geschäftsbereich darauf gerichtet ist, bei ihnen investiertes Geld im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikomischung (siehe auch Diversifikation) in Form von Wertpapier-, Beteiligungs- oder Grundstücksondervermögen anzulegen.

Konsolidierung
Stabilisierung der Kursentwicklung an der Börse nach stärkeren Schwankungen.

Kosten
Zu den Kosten einer Investmentanlage gehören Ausgabeaufschlag, Verwaltungsvergütung, Depotbankvergütung und sonstige Kosten (z.B. Kosten für Berichterstattung, Depotgebühren).

Länderfonds
Fonds, die in Wertpapiere investieren, deren Emittenten in einem bestimmten Land ihren Sitz haben.

Leitzinsen
Von der Bundesbank festgesetzter Zinssatz für die Abgabe von Zentralbankgeld (- Diskontsatz, – Lombardsatz, – Wertpapierpensionssatz). Die Leitzinsen beeinflussen das Zinsniveau am Geldmarkt.

Lombardsatz
Zinssatz der Bundesbank für die Kreditgewährung an Banken gegen Verpfändung von Wertpapieren.

Laufzeitfonds
Fonds mit begrenzter Laufzeit. Am Ablaufdatum wird der gesamte Fonds aufgelöst und das Fondsvermögen an die Anteilinhaber ausgeschüttet. Eine zwischenzeitliche Rückgabe der Anteilscheine ist üblicherweise möglich.

Mutual Funds
Amerikanische Bezeichnung für offene Wertpapier-Investmentfonds.

Nebenwerte (Small-Cap)
Aktien von kleinen und mittelgroßen Gesellschaften.

No-load Funds
Amerikanische Bezeichnung für Fonds, die ohne Ausgabeaufschlag verkauft werden.

Obligation
Festverzinsliches Wertpapier.

Offene Fonds
Zahl der Anteile ist von vornherein unbestimmt. Die Fondsgesellschaft gibt je nach Bedarf neue Anteile aus und nimmt ausgegebene Anteile zurück.

Offshore Fonds
Investmentfonds, deren hauptsächliche Absatzgebiete außerhalb des Domizillandes liegen. Die Offshore Fonds genießen in ihren Ländern, in denen sie den Status von so genannten „non resident companies“ haben und als solche keinen Devisen- und Anlagerestriktionen unterliegen, steuerliche Vorteile und unterstehen keiner Aufsichtsbehörde.

Optionsanleihe
Festverzinsliches Wertpapier, das mit Zusatzrechten, den Optionsscheinen, ausgestattet ist, die zum Kauf einer in den Optionsbedingungen festgelegten Anzahl von Aktien in einem bestimmten Zeitraum zu einem festen Optionspreis berechtigt.

OTC
Abkürzung für „over the counter“. Bezeichnung für den außerbörslichen Handel.

Performance
Die Performanceberechnung erfolgt i.d.R. gemäß der BVI-Methode, d.h. die Wertentwicklung berechnet sich auf Basis von Rücknahmepreisen unter Berücksichtigung der vollständigen Wiederanlage aller zwischenzeitlichen Ausschüttungen zum jeweiligen Rücknahmepreis.

Portfolio
Zusammensetzung des Wertpapiervermögens in einem Fonds. Synonym: Portefeuille

Publikumsfonds
Investmentfonds, deren Anteile von jedermann frei zugänglich erworben und jederzeit zurückgegeben werden können.

Quellensteuer
Nach dem Quellenprinzip erhobene Steuer, d.h. am Ort und zur Zeit des Entstehens der steuerpflichtigen Zahlung. Dabei wird der Schuldner der Zahlung gesetzlich zur Einbehaltung und Abführung des festgesetzten Steuerbetrags verpflichtet. Die bekannteste nationale Quellensteuer ist die Einkommensteuer in Form der Lohnsteuer. Kapitalanleger verbinden mit dem Begriff der Quellensteuer vor allem die auf Dividenden und Zinsen einbehaltene Kapitalertragsteuer. Die so einbehaltene Steuer wird auf die endgültige Steuerschuld des steuerpflichtigen Empfängers angerechnet und ggf. auch erstattet.

Rating
Beurteilung der Bonität, das heißt der Zahlungsfähigkeit und -willigkeit eines Schuldners (Emittenten). Unabhängige Agenturen bedienen sich bei dieser Klassifizierung bestimmter Kennziffern, sog. Rating-Skalen (z.B. von AAA für die beste Bonität bis D für mangelnde Zahlungsfähigkeit).

Rechenschaftsbericht
Zur Information der Anleger wird regelmäßig zum Geschäftsjahresende ein Rechenschaftsbericht erstellt, der ausführlich über die Entwicklung des jeweiligen Wertpapiermarktes, die Ausschüttung, steuerrelevante Daten sowie die Anlagepolitik des jeweiligen Fonds informiert. Darüber hinaus erscheint jeweils zur Mitte des Geschäftsjahres für jeden Fonds ein Halbjahresbericht.

Rendite
Gesamterfolg einer Anlage, in der Regel bestehend aus Zins- und Dividendenerträgen sowie den Kursveränderungen, in Relation gesetzt zum investierten Kapital.

Rentenfonds
Fonds, der vornehmlich fest- und/oder variabel verzinsliche Wertpapiere (sog. Rentenpapiere) enthält.

Rücknahmepreis
Preis, den der Anleger bei der Rückgabe der Fondsanteile erhält.

Shareholder-Value
Das Shareholder-Value-Prinzip ist ein Managementkonzept, das den Erfolg der Aktionäre in den Mittelpunkt der Geschäftspolitik stellt. Aktionärsfreundliche Informationspolitik, langfristig überdurchschnittliche Eigenkapitalrenditen und eine zielgerichtete, auf die Kernkompetenzen ausgerichtete Unternehmensstrategie bilden die Basis.

Sharpe-Ratio
Die Sharpe-Ratio misst die Überrendite eines Fonds über die sichere Anlage pro Risikoeinheit. Als Risikomaß wird die Kennzahl Volatilität verwendet. Alle Größen werden auf annualisierter Basis berechnet.

Sondervermögen
Das bei der Investmentgesellschaft gegen Ausgabe von Anteilscheinen eingelegte Kapital und die damit angeschafften Vermögensgegenstände bilden ein Sondervermögen. Das Sondervermögen muss von dem eigenen Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt gehalten werden. Investmentgesellschaften dürfen mehrere Sondervermögen bilden, die sich durch ihre Namen unterscheiden und getrennt gehalten werden müssen. Das Sondervermögen haftet nicht für Verbindlichkeiten der Investmentgesellschaft.

Sparplan
siehe Einzahlplan.

Thesaurierende Fonds
Im Gegensatz zu ausschüttenden Fonds werden bei thesaurierenden Fonds die Erträge direkt im Fondsvermögen wiederangelegt; dadurch entsteht ein Wachstumsfördernder Zinseszinseffekt.

Trading
Kurzfristige Käufe und Verkäufe von Wertpapieren mit dem Ziel kurzfristige Kursschwankungen auszunutzen.

Umbrella Fonds
Investmentfondstruktur (z.B. CB Fund) mit mehreren Unterfonds (z.B. YoungGeneration). Die Struktur bildet eine juristische Einheit, so dass nur für den gesamten Umbrellafonds ein Zulassungsverfahren bei der zuständigen Behörde nötig ist.

Umlaufrendite
Rendite aller im Umlauf befindlichen festverzinslichen Wertpapiere, die regelmäßig von der Bundesbank errechnet wird.

Value-Ansatz
So bemüht sich der Value-Manager, unterbewertete Unternehmen oder Substanzwerte zu identifizieren. Diese erscheinen im historischen Vergleich oder zu anderen Anlagealternativen günstig und sollten künftig in der Bewertung aufholen. Folgende Eigenschaften kennzeichnen eine Value-Aktie: ein niedriges Verhältnis von Markt- zu Buchwert bzw. zum Gewinn, eine hohe Dividendenrendite sowie Idealerweise eine positive Trendumkehr bei den Gewinnschätzungen.

Verkaufsprospekt
Der Verkaufsprospekt enthält alle Angaben, die für die Beurteilung der Investmentanlage von wesentlicher Bedeutung sind. Der Verkaufsprospekt muss dem Anteilerwerber zusammen mit dem Rechenschaftsbericht und ggf. dem Halbjahresbericht ausgehändigt werden.

Verwaltungsvergütung
Gebühr, die für die Verwaltung und das Management der Fonds von der Fondsgesellschaft in Rechnung gestellt wird.

Volatilität
Eine Größe für die erwartete oder historische Schwankungsbreite des Basiswerts (z.B. Aktie) während eines bestimmten Zeitraumes.

Wertentwicklung
Der Erfolg einer Investmentanlage wird an der Wertentwicklung der Anteile gemessen. Als Basis für die Wertberechnung werden die Anteilwerte (= Rücknahmepreise) herangezogen, unter Hinzurechnung zwischenzeitlicher Ausschüttungen.

Wertpapier-Kennnummer (WKN)
Die Wertpapier-Kennnummer ist eine sechsstellige Zahl, die jedes Wertpapier – also auch jeden Fonds – eindeutig identifiziert.

Wertpapierpensionssatz
Dieser „dritte Leitzinssatz“ wird von der Bundesbank zur Feinsteuerung der Geldmenge eingesetzt. Es werden lombardfähige Wertpapiere verwendet, die die Banken nach 30 Tagen zurücknehmen.

Xetra
Elektronisches Börsenhandelssystem, das 1997 das in Deutschland bis dahin genutzte Ibis-System ablöste. Unter Xetra können theoretisch Aktien rund um die Uhr gehandelt werden. Das neue System soll zukünftig auch dem Privatanleger die Möglichkeit bieten, Wertpapiere außerhalb der üblichen Börsenzeiten zu günstigen Konditionen zu ordern. Verfechter des neuen Handelssystems glauben außerdem, dass Xetra dem Anleger mehr Transparenz bietet und zu einer faireren Preisbildung führt. Kritiker hingegen befürchten, dass schon bald durch die zunehmende Computerisierung der Börsengeschäfte der Parketthandel vollständig abgeschafft werden wird.

Yield
Angelsächsische Bezeichnung für Rendite.

Zero-Bonds
Anleihen, die keine Zinskupons haben, also nicht laufend verzinst werden. Stattdessen werden sie unter „pari“ – also unter 100% – emittiert und bei Fälligkeit zum Nominalwert (mit 100%) eingelöst.

Zertifikat
Wertpapier, in dem die Ansprüche des Anteilinhabers gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft dokumentiert sind. Der Anteilschein bzw. das Investment-Zertifikat ist eine Urkunde, die dem Inhaber das Miteigentum am Fondsvermögen verbrieft.

Zielfonds
Fonds, der auf ein bestimmtes Anlageziel hin konzipiert ist. Die verschiedenen Fonds-Typen definieren sich nach dem deutschen Investmentrecht über die Anlagegegenstände, in die überwiegend investiert werden muss.

Zwischengewinn
Unter Zwischengewinn versteht man den im Anteilpreis enthaltenen Ertragsanteil, soweit er sich aus Zinsen und Zinsansprüchen zusammensetzt. Der Zwischengewinn unterliegt der Einkommensteuer sowie der 30%-igen Zinsabschlagsteuer (bei Eigenverwahrung: 35%) zzgl. Solidaritätszuschlag von aktuell 5,5%.

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